Ecuador Discover
abschluss

Vogelparadies Süd-Ecuador, 15 Tage

Unterwegs mit dem bekannten Ornithologen und Ecuador-Kenner Tino Mischler


Buchungsnummer: E-OR-02

Tino Mischler war vormals Generalsekretär der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern. Er lebt seit mehreren Jahren als Biologe in Guayaquil. Peru und Ecuador hat er je 4 Jahre lang bereist und kennt über 1600 Vögel.

Südwestecuador: das ist Tumbesien, die Trockenwaldregion mit dem zweithöchsten Endemismus der Erde: 55 Vogelarten kommen nur hier vor. Die Anden um Loja: von der Gipfelregion bis in die östlichen Vorberge quert unsere Expedition 5 verschiedene Lebenszonen im Podocarpus-Nationalpark (ca. 800 Vogelarten), mit unglaublichem Reichtum an Tangaren, Kolibris, Tyrannen, Baumsteigern etc. Wir suchen die 1997 neubeschriebene Jocotoco-Ameisenpitta. Ausklang an den Kolibrifutterstellen Buenaventuras mit Möglichkeit, die Balz des Langlappen-Schirmvogels zu erleben. Ca. 330 Vogelarten können auf dieser Tour entdeckt werden.


Ein Reisebericht von Tino Mischler über die Orni-Tour Südecuador steht Ihnen als .pdf zum Download zur Verfügung.

Highlights:

  • Guayaquil
  • Naturschutzgebiet Cerro Blanco
  • Isla de la Plata (Klein-Galapagos)
  • Nationalparks Machalilla, Las Cajas und Podocarpus
  • Reservat Tapichalca
  • Schutzgebiet Buenaventura


Reiseverlauf:

1. Tag: München oder Frankfurt/Main – Guayaquil, Ecuador

Morgens Flug mit Iberia von Ihrem Zielflughafen (sofern dieser von Iberia angeflogen wird; ansonsten ab/bis Frankfurt) in Deutschland nach Guayaquil. Abends Ankunft in Guayaquil. Empfang durch unseren Reiseleiter Tino Mischler und Transfer zum Grand Hotel Guayaquil.



2. Tag Guayaquil - Cerro Blanco

Frühexkursion in das vielleicht gerade tropfnasse Trockenwald-Schutzgebiet "Cerro Blanco", das Forschungsgebiet unseres Reiseleiters. Es ist heiß, Mückenschutzmittel ist ein Muß. Langsam geht es bergan. Blicke auf Flaschenbäume und ca. 40 verschiedene Vogelarten allein im Wald. Nach ca. 4 Stunden Birding fahren wir zur Hafenmetropole Guayaquil zurück. Am Spätnachmittag Fahrt zum künstlichen Stausee Lago Chongón (22 km) und Abendexkursion auf dem Damm (diverse Wasservögel, Fischadler, Maskentyrann). Die Pioniergruppe sah ein Paar Perukäuze (Glaucidium peruanum). Abendessen in einem typischen Restaurant und Übernachtung im Grand Hotel Guayaquil.

F/A

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3. Tag: Guayaquil – Puerto Lopez

Gut ausgeschlafen fahren wir westlich an die halbwüstenhafte Küste auf der Suche nach weiteren endemischen Vogelarten Tumbesiens. Wir machen 1 Zwischenstopp im Gestrüppwald um die extremen Trockenendemiten zu finden, und lassen uns an den Salinen von Ecuasal mit Sondergenehmigung vom besten Watvogelkenner Westekuadors führen. Nach dem Mittagessen fahren wir durch den schon feuchteren Küstenwald von Cantalapiedra. Wir entrichten die Machalilla-Nationalparkgebühr (ca. 25$, nicht im Reisepreis) und planen die morgige Bootsfahrt mit Kapitän und Führer. Übernachtung im schönen Hotel Mandala mit flachem Sandbadestrand in Puerto López.

F/A

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4. Tag: Isla de la Plata: (Klein-Galapagos)

Mit dem Motorboot fahren wir in ca. 2 Stunden von Puerto Lopez zur Isla de la Plata, auch Klein-Galapagos genannt. Hier gibt es saisonal sogar einige Paare des Galapagos-Albatros oder brütende Rotfusstölpel. Bei der Wanderung muss man auf die auf dem Weg brütenden Tölpel aufpassen, um nicht auf ihre blauen Füße zu treten. Vielleicht sehen wir sogar Sturmtaucher und Tropikvögel, sicher aber den nur hier zahmen Schwarzbrust-Ammerfink Poospiza hispaniolensis. Ganztagesausflug mit dem Schnellboot, ca. 2,5 Stunden Inselwanderung, anschließend Boxlunch und Schnorcheln in der Korallenfischbucht. Am Abend Sonnenuntergang im Meer vor dem Hotel Mandala.

F/PM

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5. Tag: Nationalpark Machalilla – Andenfuß

Früh fahren wir in den Sektor Agua Blanca des Machalilla-Nationalparks, um im Akazien-Trockenwald Motmot-Sägeracke, Gelbschwanztrupial, Halsband-Ameisenwürger und diverse Baumsteiger aufzuspüren. Auch gibt es Urnengräber der Manteño-Kultur, eine heisse Quelle und ein Minimuseum am Wege. Weiter nach Norden machen wir am Cerro Achi Halt, weil hier stets anliegende Wolken eine üppige Vegetation hervorzaubern. Die Gegend ist voll von Ameisenvögeln, Papageien und Trogonen. Vielleicht sehen wir auch den endemischen und gefährdeten Graurückenbussard Leucopternis occidentalis. Über Jipijapa und Guayaquil (spätes Mittagessen) fahren wir weiter an den westlichen Andenabhang, wo wir in der Hosteria La Merced, Cochancay, mit Swimming-Pool, unsere Bungalows beziehen.

F/M

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6. Tag: Vom Andenfuß über Nationalpark Las Cajas bis Cuenca

Heute stehen wir vor Dämmerung auf, denn die Vögel in einem der letzten übriggebliebenen Tropenwaldstücke bei Manta Real (35 min Schotterpiste) warten nicht. Den ganzen Vormittag beobachten wir vom Fahrweg aus und werden doch nicht müde, den Strom ewig neuer Vogelarten (Tangaren, Naschvögel, Spechte, vielleicht auch ein Schakuhuhn) zu inspizieren. Am Nachmittag winden wir uns in nur 2 Stunden auf eine Höhe von 4.120 m im Nationalpark Las Cajas mit seinen entenreichen Seen. Sollte es nicht regnen, planen wir einen Abstecher zur wunderschönen Lagune Llaviuco (im N.P. El Cajas, Eintritt, fakultativ 10,- $) mit seinen orchideenreichen Polylepis-Gehölzen und endemischen Bergkolibris. Abends passen wir uns im Hotel in Cuenca (2500 m) an die Höhe an. Übernachtung im Hotel Inca Real.

F/M

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7. Tag: Cuenca - Nationalparks - Vilcabamba

Cuenca ist eine schöne Kolonialstadt, doch zieht es uns weiter auf der Andenhochstrasse nach Loja mit Zwischenstopp in Saraguro, der Hauptstadt der gleichnamigen gestiefelten schwarzhosigen Indianer. Nach dem Mittagessen fahren wir nachmittags noch 20 km weiter in den oberen Sektor Cajanuma des Nationalparks Podocarpus (Eintritt 10$). Der Podocarpus National Park bedeckt eine Fläche von 146.280 ha, in einer Höhenlage zwischen 1.000 bis 3.600 m. Das Klima ist gemäßigt und ständig feucht. Der Park ist mit seinen unterschiedlichen Ökosystemen wie Nebelwald, Bergwald in Cajanuma (Westen) und dem tropischen Regenwald bei Zamora (Osten) einer der wichtigsten Naturschutzgebiete. Der Nebelwald ist zum größten Teil Primärwald mit Chusquea-Bambus. Der Nebelwald in Cajanuma liegt zwischen 2.400 and 3.100 m Höhe. Mit ca. 800 Arten wird er als einer der reichsten Plätze der Welt zum Vogelbeobachten angesehen. Es gibt eine eigenständige Avifauna mit Ameisenpittas, Bartguan, Bergtangaren, vielleicht auch den seltenen Andentukan. Abends geht es noch 40 km weiter in das Feriendorf Vilcabamba, wo einige Hundertjährige wohnen. Übernachtung im Hostal Las Margaritas.

F/M

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8. Tag: Von Vilcabamba Ausflug zum Reservat Tapichalaca

Wieder sind wir sehr früh auf Achse, um bei Sonnenaufgang am Yanama-Pass (2.700 m) Kolibris zu beobachten. Hinter dieser Wetterscheide liegt im üppigen Urwald das private Reservat Tapichalaca (ca. 500 Ha.; der Eintritt, 15$, hilft, es zu erhalten und zu vergrößern) mit der hier 1997 neuentdeckten Jocotoco-Ameisenpitta Grallaria ridgelyi. Kommt man rechtzeitig im Reservat an, gibt es die Möglichkeit, mit einem eigens dafür abgestellten Führer die „Jocotoco" an einer Futterstelle zu sehen, der einzigen in der Welt! Zu den Feedern kommen die spektakulärsten Kolibris, die in allen Metallfarben gleißen. Am späten Mittag sind wir wieder zurück in Vilcabamba. Rest des Nachmittags zur freien Verfügung (Dorfbummel). Übernachtung im Hostal Las Margaritas.

F/A

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9. Tag: Fahrt zum Ostanden-Abhang

Ein zweites Mal beobachten wir früh in Cajanuma auf dem Brillenbären-Trail, der in die Heidezone aufsteigt. Wenn wir uns am Orchideenwald sattgesehen haben, geht es über einen Paß (2600 m) hinter Loja den Ostandenabhang hinunter nach Zamora und zur Copalinga-Lodge, wo wir auf 900 m unsere Bungalows in üppiger Tropenvegetation beziehen. Es reicht sicher noch zu einer kurzen Birding-Erkundung um die mit Kolibri-Feedern und Blütenbüschen ausgestatteten Lodge.

F/M/A

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10. Tag: Nationalpark Podocarpus, Sektor Bombuscara

Ein Ganztagesausflug (mit Box Lunch) führt uns in den Sektor Bombuscara des Podocarpus-Nationalparks. Nur hier gibt es den Weißbrustsittich Pyrrhura albipectus und den Kupferglanzvogel Galbula pastazae. 2004 sah ich unweit der Rangerstation den Amazonas-Schirmvogel. Die Wege sind teils steil (wasserdichtes hohes Schuhwerk), aber die Wasserfälle beeindruckend (Bademöglichkeit). Bunte Tangaren zuhauf, viele Buschschlüpfer kaum zum Auseinandersortieren. Übernachtung in der Copalinga-Lodge.

F/P/A

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11. Tag: Birding um die Copalinga-Lodge – Fahrt nach Loja

Die Besitzerin der Copalinga-Lodge, eine gute Ornithologin, geht vielleicht mit auf den hauseigenen Trail, auf dem wir versuchen, Schnurrvögel zu orten, die sich oft durch Klick- und Peitschenlaute verraten. Sollten wir ein Lek erreichen, schauen wir ruhig eine Stunde zu. Gegen Mittag fahren wir abwärts an den Río Zamora, um einen Querschnitt der Tieflandsvögel Amazoniens zu erhaschen. Die Landschaft ist mit Anbauflächen von Bananen, Teak und Reis offener als im Park. Nach dem Mittagessen Rückfahrt in die Anden. Zwischenstopp an der Arco-Iris-Schutzhütte (2100 m). Sollte es ausnahmsweise da nicht regnen, werden wir versuchen, nur in dieser Höhenstufe vorkommende Vogelarten zu beobachten. Weiter nach Loja ins Hotel Acapulco.

F/M

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12. Tag: Westanden-Abhang, Schutzgebiet Buenaventura

Von Loja queren wir viele immer trockener werdende Bergrücken und Täler, bis wir am westlichen Andenhang das private Schutzgebiet Buenaventura (500-900 m) erreichen. Es besteht aus Resten des feuchten prämontanen Nebelwaldes. Hier halten sich sowohl endemische Arten von Chocó und Tumbesien auf. Die Gegend ist Brutplatz für den 1980 neubeschriebenen El-Oro-Sittich und andere Arten wie den Graurückenbussard Leucopternis occidentalis sowie Graubrusttyrann Lathrotriccus griseipectus und viele Tangaren-Arten wie z.B. die Rotkehltangare. Hier wohnen wir allein im Urwald in der Umbrellabird-Lodge, aber exklusiv unter einem Dutzend Kolibri-Feeder. Nachmittagsexkursion auf dem alten Karrenweg nach Piñas, aber auch auf etwas schlammigen Pfaden (am besten mit Gummistiefeln).

F/M/A

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13. Tag: Schutzgebiet Buenaventura – Langlappen-Schirmvogel - Guayaquil

An diesem Morgen holen wir an Vogelleckerbissen aus Buenaventura heraus, was geht. Am einzigen bekannten Brutplatz des Langlappen-Schirmvogels ertönt vielleicht gegen 8 Uhr 30 ein stöhnendes Brummen, ermöglicht durch einen riesigen aufblasbaren „Krawattenzapfen". Die Pioniergruppe konnte die seltene Keulenschwingenpipra bei der Balz beobachten. Nach diesem - hoffentlich nicht zu feuchtem - Schwelgen in der Vogelartenfülle heißt es Abschied nehmen: Rückfahrt nach Guayaquil, kurzer Zwischenhalt am Reservat Manglares/Churute für den Hornwehrvogel, weiter zum Grand Hotel. Gemeinsames Abschiedsabendessen.

F/A

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14. Tag: Guayaquil– Madrid

Ein letztes Mal können wir morgens auf anderen Pfaden im Schutzwaldgebiet „Cerro Blanco" einige endemische Vogelarten aufspüren, die uns bei der ersten Visite entgangen sind (Einfarbbekarde, Weissschwanzhäher, Graugold-Waldsänger etc.). Es gibt sogar eine Vogelbroschüre (Tino ist Koautor) dieses Parkes zu erstehen. Fakultativ lassen sich gegenüber bei Puerto Hondo die Mangroven mit dem Ruderboot erkunden (Krabbenreiher, Bootsgrackel). Abends Transfer zum Flughafen; Rückflug nach Madrid.

F

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15. Tag: Madrid - Deutschland

Mittags Ankunft in Madrid und Weiterflug nach Deutschland. Ende einer erlebnisreichen Reise.


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