Ecuador Discover
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Auf den Galápagosinseln finden Sie viele verschiedene Tierarten, die weltweit einmalig (endemisch) sind. Dies liegt an der isolierten Lage der Inseln. Zudem konnten sich auf den verschiedenen Inseln des Archipels unterschiedliche Unterarten entwickeln. Die nachfolgende Karte soll Ihnen einen groben Überblick bieten.

Fast alle Tiere auf den Inseln sind ungewöhnlich zutraulich und lassen Sie bis auf wenige Zentimeter herankommen. Die Tiere der Inseln haben gelernt, dass die Menschen keine Bedrohung darstellen. Allerdings ist es strengstens verboten, die Tiere anzufassen. Die beste Beobachtungszeit ist morgens und spät nachmittags. Während der Mittagszeit befinden sich viele Tiere auf Nahrungssuche oder ziehen sich für den Mittagsschlaf zurück. 

Fotos von Tieren auf Galápagos

  

Tiere Galápagos
Tiere Galápagos

Es gibt kaum einen anderen Ort auf der Welt, an dem es leichter oder genauso leicht ist, Tiere aus nächster Nähe in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.

Die Tiere von Galápagos sind weltweit dafür bekannt, dass sie den Menschen nicht als Feind ansehen, sodass man sie unter Einhaltung eines vorgegebenen Sicherheitsabstands aus nächster Nähe beobachten kann. Die Galápagosinseln sind für jeden Besucher ein einzigartiges Erlebnis, sei es beim Beobachten von Seelöwen in Kolonien oder von Einzeltieren, wenn sie sich im Sand oder auf Felsen räkeln oder sei es im Wasser, wenn Jungtieren spielerisch den Schnorchler verfolgen. Sie sehen drusenköpfige Landleguane und unzählige Meeresechsen. Die Echsen vermitteln dem Besucher ein Bild aus der Urzeit. Fliegende, brütende oder balzende oder bei der Aufzucht von Jungvögel begriffene Tölpel und Albatrosse, verschiedene Arten von Darwinfinken und sehr neugierige Spottdrossen werden Sie unterwegs sichten und je nach Insel auch Flamingos, Flungunfähige Kormorane, Pinguine, Reiher, Seeschwalben und Tropic-Vögel. Manche Tiere und Vögel können, falls man die Parkvorschriften nicht beherzigt und ihnen zu nahe kommt, aggressiv reagieren. Um solche Situationen zu vermeiden, achtet Ihr qualifizierter Naturführer darauf, dass die Regeln des Nationalparks Galápagos eingehalten werden.

Natürlich leben auf den einzelnen Inseln nicht nur die angezeigten, sondern auch weitere Arten. Aus Platzgründen konnten wir allerdings nur die wichtigsten aufnehmen.


Vögel

Viele verschiedene Vogelarten finden im kalten Humboldstrom ein reiches Nahrungsangebot in Form von Fisch, weshalb die Galápagosinseln ein Paradies für Ornithologen darstellen. Insgesamt leben 40 Land- und 19 Seevogelarten auf Galápagos.

Albatros
Albatros

Galápagosalbatros (Phoebastria irrorata)

Diese Albatrosart kommt als einzige in den Tropen vor und ist der größte Vogel auf Galápagos. Die Albatrosse haben große gelbe Schnäbel, eine Größe von ca. 89 cm, und eine Flügelspannweite von bis zu 240 cm. Sie ziehen jedes Jahr nur ein Jungtier auf und brüten nur auf der Insel Española an der Punta Suarez zwischen April und Juni. Dort ist die Vegetation spärlich; Felsbrocken und Vulkane prägen die Landschaft. Wenn gerade keine Brutsaison ist, sind die Tiere auch an der Küste Ecuadors und Perus anzutreffen. 

Blaufußtölpel
Blaufußtölpel

Blaufußtölpel (Sula nebouxii)

Bekannt sind die Blaufußtölpel nicht nur wegen ihrer blauen Füße, sondern auch wegen ihres auffälligen Balzverhaltens, das ganzjährig beobachtet werden kann. Die blaue Färbung der Füße dient dazu, die Eier vor der Sonne zu kühlen. Diese Vogelart kommt fast auf allen Galápagosinseln sowie an der Westküste Süd- und Mittelamerikas vor. Die Nahrung der Blaufußtölpel besteht zu 100 % aus Fisch. 

Rotfußtölpel
Rotfußtölpel

Rotfußtölpel (Sula sula)

Der Rotfußtölpel lebt auf den Inseln San Cristóbal und Genovesa. Er ist die kleinste Tölpelart auf Galápagos mit nur etwa 68 bis 77 cm Spannweite. Zu den markanten roten Füßen der meist weiß gefärbten Vögel kommt ein blauer Schnabel. Der Rotfußtölpel brütet im Gegensatz zu seinen Verwandten nicht auf dem Boden, sondern in Nestern auf den Bäumen. Dabei bedient er sich spezieller Krallen an den Beinen, um sich auf den Zweigen festzuhalten. 

Fregattvogel
Fregattvogel

Prachtfregattvögel (Fregata magnificens)

Der rote, aufblasbare Kehlsack sowie der gegabelte Schwanz sind die Erkennungszeichen der Fregattvögel, die in den Subtropen und Tropen vorkommen. Zur Brut benötigen sie dichten Bewuchs und leben deshalb vorrangig auf bewaldeten Inseln wie Genovesa. Die Tiere sind aber auch auf dem südamerikanischen Festland anzutreffen. Die meiste Zeit ihres bis zu 26 Jahre langen Lebens verbringen sie in der Luft. 

Galapagos Kormoran
Galápagoskormoran

Galápagosscharbe (Phalacrocarax harrisi)

Die Galápagosscharbe ist auch unter dem Namen Stummelkormoran bekannt. Sie ist die weltweit einzige flugunfähige Kormoranart, was auf das Fehlen natürlicher Feinde zurück zu führen ist. Mit einer Länge von bis zu einem Meter und einem Gewicht bis zu vier Kilo ist die Galápagosscharbe doppelt so schwer wie die flugfähigen Verwandten auf dem Festland. Mit den Schwimmhäuten an den Beinen sind die Tiere bestens für die Futtersuche im Meer gerüstet. 

Dickschnabel Darwinfink
Dickschnabel-Darwinfink

Darwinfinken (Geospizinae)

Die Darwinfinken, eine endemische Gruppe an Singvogelarten, sind nach dem Forscher und Vertreter der Evolutionstheorie Charles Darwin benannt. Sie stammen alle vom gleichen Vorfahren ab und haben sich im Laufe der Zeit zu 14 Arten weiterentwickelt, die sich jeweils an besondere ökologische Nischen angepasst haben. Dies zeigt sich vor allem in der Schnabelform der Vögel. 

Pinguin
Pinguin

Galápagos-Pinguin (Spheniscus mendiculus)

Diese Art der Gattung Brillenpinguine ist die einzige, die auf der nördlichen Halbkugel lebt. Leider ist der ca. 50 cm große Galápagos-Pinguin mit lediglich 1.200 Individuen vom Aussterben bedroht. Die Paare leben in einer lebenslangen Beziehung zusammen. Die Hauptnahrung besteht aus Fisch. Im Wasser erreichen die Pinguine eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h. Gesichtet werden können sie auf den Inseln Isabela und Floreana. 

Flamingos
Flamingos

Weitere Vogelarten

Bindenfregattvogel, Brauner Pelikan, Gabelschwanzmöwe, Rotschnäbliger Tropikvogel, Madeira-Wellenläufer, Noddi-Seeschwalbe, Audubon-Sturmtaucher, Graureiher, Flamingo, Bahama Ente...


Schildkröten und Reptilien

Insgesamt gibt es 9 Reptilienarten auf Galápagos. Fast überall können Sie auf Eidechsen oder Leguane treffen. 

  

Riesenschildkröte
Riesenschildkröte

Galápagos-Riesenschildkröte (Chelonoidis nigra)

Fast auf allen Inseln finden sich die Riesenschildkröten, die in 15 Unterarten eingeteilt werden. Leider sind 5 dieser Unterarten bereits ausgestorben. Bekanntester Vertreter dieses Schicksals war wohl Lonesome George, der als letzte lebende Schildkröte der Unterart Pinta galt. Die Tiere werden bis zu 330 kg schwer und bis zu 200 Jahre alt. Bei Besuchen im Aufzuchtszentrum auf Isabela und der Charles Darwin Forschungsstation auf Santa Cruz können Sie mehr über das Leben der Tiere erfahren.

Landleguan
Landleguan

Galápagos-Landleguan/Drusenkopf (Conolophus)

Diese Leguanart kommt nur auf den Galápagosinseln vor. Der Name Drusenkopf leitet sich vom gepanzerten Kopf des Reptils ab. Bislang sind drei Unterarten bekannt. Die Tiere könne eine Länge von über einem Meter erreich und weisen meist eine braun-gelbe Färbung auf, wobei auch rosa Färbungen gesichtet wurden. Hauptnahrung der Landleguane sind Kakteen und Opuntien. Die Reptilien können bis zu 70 Jahre alt werden.

Meerechse
Meerechse

Meerechse (Amblyrhynchus cristatus)

Auch die Meerechsen sind auf Galápagos endemisch. In Mangroven und an Steilküsten sind sie auf allen Inseln des Archipels anzutreffen. Sie legen ein erstaunliches Gruppenverhalten an den Tag und richten sich in der Regel nach der Sonne aus. Die Besonderheit dieser Tiere ist die Tatsache, dass die Nahrungsaufnahme ausschließlich unter Wasser in Form von Algen erfolgt. Durch die schwarze Färbung können sich die wechselwarmen Tiere nach den Tauchgängen leichter aufwärmen. Nur während der Paarungszeit nehmen die Echsen eine rötliche Färbung an. Bis zu 15 m tief und 30 min lang kann eine Meerechse tauchen. 

Lavaechse
Lavaechse

Lavaechse (Microlophus)

Die Lavaechsen sind bei Sonnenschein fast überall im Archipel anzutreffen. Insgesamt leben sieben verschiedene Arten auf Galápagos, von denen fünf endemisch sind. 


Säugetiere

Vier verschiedene Säugetierarten sind auf Galápagos zu finden: Seelöwen, Robben, Fledermäuse und Ratten. Fledermäuse können abends beobachtet werden, wenn sie beispielsweise in Puerto Ayora ihre Runden um die Straßenlaternen ziehen. Ratten werden Sie höchstwahrscheinlich nicht sehen. 

Seelöwe
Seelöwe

Galápagos-Seelöwe (Zalophus wollebaeki)

Der Galápagos-Seelöwe zählt zu den Ohrenrobben und kommt endemisch auf den Inseln vor. Bei einem Gewicht von bis zu einer viertel Tonne werden die Tiere fast zweieinhalb Meter lang. Die Farbe der Seelöwen reicht von braun bis goldfarben. Insgesamt gibt es ca. 50.000 Seelöwen im Archipel. Auf fast allen Inseln sind die Tiere ganzjährig an den Küsten anzutreffen. Sie sind sehr zutraulich. Vorsicht ist jedoch bei Tieren mit Nachwuchs geboten. 

Seebär
Seebär

Galápagos-Seebär (Otaria flavescens)

Die Seebären sind kleiner als Seelöwen. Während andere Arten eher kühlere Gewässer bevorzugen, lebt der Galápagos-Seebär in einer tropischen Klimazone. Auf 15 Inseln ist er aufzufinden. Er hält sich vor allem an felsigen Küsten auf. Eine Besonderheit ist, dass die Jungen bis zu drei Jahre lang gesäugt werden. Falls in dieser Zeit ein weiteres Junge geboren wird, muss es meistens sterben – entweder verhungert es oder sein älteres Geschwisterteil tötet es.


Unterwasserwelt
Unterwasserwelt

Unterwasserwelt

Die Unterwasserwelt um die Galápagosinseln ist ebenfalls sehr artenreich. Bis zu 300 Fischarten leben hier. Als Tauchparadies gelten die Regionen um die Inseln Wolf und Darwin. Dort können Hammerhaie und Weißspitzenriffhaie gesichtet werden. In der Nähe von Santa Cruz werden häufig Manta-Rochen angetroffen. Außerdem finden sich Stachelrochen, Kuhnasen-, Adler- und Mantarochen im Archipel ein. 

 

Ursache der Meeresfauna um Galápagos

Der Reichtum der Meeresfauna um Galápagos rührt von dem kalten, nährstoffreichen Wasser her, das aus der Tiefe aufsteigt und eine große Fülle an Phytoplankton produziert, das die Basis der autochthonen Nahrungspyramide darstellt. Der Artenreichtum ist das Resultat zweier aufeinander treffender Strömungen, des äquatorialen Tiefenstroms und des Südäquatorialstromes, der seinen Ursprung im planktonreichen Humboldt-Strom hat. Einen weiteren Einfluss hat der Panama- oder Niño-Strom, der warmes Wasser nach Galápagos bringt. Diese Strömungs- und Temperaturkonstellation sorgte dafür, dass Meereslebewesen aus dem ganzen Pazifik nach Galápagos kamen. Die Verschiedenheit der Unterwasserlebensräume (Felsen, Korallen, Sandbänke) und das große Gebiet des Archipels begünstigten die Entwicklung der Arten zusätzlich.

Schildkroete
Wasserschildkröte

Wasserschildkröten

In größerer Anzahl kommen Wasserschildkröten in verschiedenen Buchten im Westen des Archipels vor. Sie sind perfekt an das Leben im Wasser angepasst und kommen nur zur Eiablage an Land. 

Weißspitzen Riffhai
Weißspitzen-Riffhai

Galápagoshai, Hammerhai und Weissspitzen-Riffhai

Rund um die Galápagosinseln finden sich diese drei Haiarten. Während Weißspitzen-Riffhaie oft vom Strand aus oder beim Schnorcheln beobachtet werde können, sind Hammerhaie und Galápagoshaie nur bei Tauchgängen anzutreffen. 

Manta
Manta

Manta-Rochen (Manta)

Die Rochen sind oft vom Strand aus zu sehen, da sie sich bevorzugt in ruhigem, flachem Gewässer aufhalten. Aber auch bei Tauchgängen wird diese Rochenart häufig angetroffen. Sie sind für den Menschen ungefährlich und werden bis zu 9 Meter lang.

Buckelwal
Buckelwal

Wale und Walhaie

Von Juni bis September wandern die Buckelwale und Walhaie in Äquatornähe und damit zu den Galápagosinseln. Im nährstoffreichen Humboldstrom gibt es ein reiches Nahrungsangebot. Außerdem finden dort die Paarung und die Geburt der Jungen statt. 


Tierbeobachtung auf Galápagos (nach Monaten sortiert)

Januar: 

  • Paarungszeit der Meerechsen und Landleguane
  • Eiablage der Grünen Meeresschildkröte
  • Schlüpfen der Riesenschildkröten

Februar: 

  • Beginn der Nistzeit der Flamingos auf Floreana
  • Eiablage der Meerechsen auf Santa Cruz
  • Pinguine wandern von Bartolomé nach Isabela und Fernandina

März: 

  • Eiablage der Meerechsen auf North Seymour und Fernandina
  • Paarungszeit der Fregattvögel auf San Cristóbal uns Genovesa

April: 

  • Eiablage von Landleguanen, Meerechsen und Meeresschildkröten
  • Beginn der Nistzeit der Galápagosalbatrosse auf Española

Mai: 

  • Eiablage der Galápagosalbatrosse auf Española
  • Paarungszeit der Blaufußtölpel

Juni: 

  • Walhaie bei den nördlichen Inseln
  • Riesenschildkröten auf Santa Cruz wandern ins Tiefland zur Eiablage
  • Buckelwale rund um die Inseln

Juli: 

  • Nistzeit der Blaufußtölpel, Kormorane, Galápagosalbatrosse und Braunmantel-Austernfischer
  • Brutzeit der Seelöwen
  • Paarungszeit der Lavaechsen

August: 

  • Fregattvögel schlüpfen
  • Nachwuchs bei den Seelöwen
  • Riesenschildkröten ziehen zurück ins Hochland 

September: 

  • Balz der Galápagos-Pinguine auf Bartolomé
  • Seevögel nisten
  • junge Seelöwen

Oktober: 

  • Nistzeit der Lavareiher
  • Paarungszeit der Galápagos-Seebären

November: 

  • Walhaie im Nordwesten der Inseln
  • Paarungszeit der grünen Meeresschildkröte

Dezember: 

  • Schlüpfen der Riesenschildkröten
  • Paarungszeit der Landleguane und Meerechsen
  • Geburt der Seebären und Seelöwen