Ecuador Discover
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Bergsteiger am Vulkan Iliniza Sur
Bergsteiger am Iliniza Sur
Vulkan Fuya Fuya
Vulkan Fuya Fuya
Aufstieg zum Chimborazo
Aufstieg zum Chimborazo
Auf dem Chimborazo
Auf dem Chimborazo
Abstieg vom Chimborazo
Abstieg vom Chimborazo
Vulkan Antisana
Vulkan Antisana
Vulkan Cotacachi
Vulkan Cotacachi
Vulkan Cayambe
Vulkan Cayambe
Gipfelbesteiger Iliniza Norte
Gipfelbesteiger Iliniza Norte

Höhenanpassung in Ecuador

Was ist beim Bergsteigen in Höhenlagen in Ecuador zu beachten?

Höhenkategorien

mittlere Höhen (1.500 m – 2.500 m)

große Höhen (2.500 m – 5.300 m) 

extreme Höhen (5.300 m – 8.848 m) 

 

Bereits im Grenzbereich der mittleren Höhe kann es zu physischen Reaktionen auf die Höhenlage kommen, jeweils abhängig von den individuellen körperlichen Voraussetzungen sowie der Schnelligkeit des Anstiegs.


Schwierigkeitsgrade (1-5)

1 (leicht): ▲ΔΔΔΔ

Auch wenn Sie in Ihrem Alltag nicht regelmäßig Sport machen, sind diese Routen für Einsteiger ohne Probleme und ohne Vorbereitung zu bewältigen.

 

2 (leicht bis mittel):  ▲▲ΔΔΔ

Die Wege sind meist befestigt und ausgebaut - mit einer Überwindung von bis zu 1.000 Höhenmetern und einer Dauer von bis zu 8 Stunden allerdings etwas anspruchsvoller.

 

3 (mittel):  ▲▲▲ΔΔ

Die Wege sind unbefestigt, Sie müssen über Kondition verfügen und in der Lage sein, Hindernisse zu überwinden. Die Auf- und Abstiege können zwischendurch sehr steil werden. 1.000 Höhenmeter und bis zu 8-stündigen Wanderungen sollten für Sie kein Problem sein.

 

4 (anspruchsvoll):  ▲▲▲▲Δ

Routen mit diesem Schwierigkeitsgrad sollten Sie nur nach einer vorherigen mehrtägigen Akklimatisierung angehen. Außerdem müssen Sie sportliche Fitness, Ausdauer und bergsteigerische Erfahrung mitbringen. Die Wege sind größtenteils unbefestigt und unwegsam. Sie begeben sich auf eine Höhe von über 5.000 m und überwinden dabei steile Auf- und Abstiege.

 

5 (schwierig):  ▲▲▲▲▲

Voraussetzungen für solche Routen sind sehr gute körperliche Fitness, Erfahrung mit anspruchsvollen Bergtouren und den dafür notwendigen Geräten (Pickel, Seil, Steigeisen) sowie eine vorherige Akklimatisierung. Am Tag überwinden Sie mehr als 1.500 Höhenmeter, wobei die Wege unbefestigt und meistens sehr steil sind. Außerdem müssen Sie mit extremen Klimaverhältnissen rechnen.

 

Vorbereitung auf die Höhe - Sauerstoffmangel

Auf ungefähr 5.500 m hat die Luft nur die Hälfte des Sauerstoffgehalte. Der Sauerstoffmangel verursacht des Öfteren ein Sauerstoff Probleme, das weniger vom Alter oder Geschlecht abhängig ist, als vom allgemeinen Gesundheitszustand. Ratsam sind vor der von Ihnen geplanten Bergbesteigung eine Untersuchung und Beratung von einem erfahrenen Arzt sowie im Vorfeld eine gute Akklimatisation. Das bedeutet einen Aufenthalt in höhergelegenen Regionen inklusive leichter physischer Betätigung ein bis zwei Wochen vor der geplanten Besteigung.

Des Weiteren empfehlen wir Ihnen vor Ihrer Bergbesteigung regelmäßig Sport, besonders Ausdauersport zu treiben und während Ihrer Akklimatisierung achten die Anweisungen des Führers zu beherzigen, der über Wissen und Erfahrung verfügt. 

 

Beste Form der Akklimatisierung

Höhenkrankheit lässt sich vermeiden, indem man sich langsam akklimatisiert! Sauerstoffmangel für uns Menschen besteht bereits ab der so genannten Schwellenhöhe von 2.500 m ü. d. M. In dieser Höhe sollte man sich zunächst einige Tage aufhalten, um sich anzupassen und dabei allzu große Anstrengungen sowie Stress vermeiden. Übernachten Sie während der ersten 2 Tage auf keinen Fall auf einer Höhe von über 3.000 m. Beim Bergsteigen sollten Sie stets langsam und gleichmäßig ansteigen, auf Ihre Atmung achten und sich nicht überschätzen. Übernachten Sie stets auf einer geringeren Höhe als der am Tag maximal erreichten Höhe. Allgemein gilt, in Höhenlagen keinen Alkohol zu konsumieren.

Hinweis: Erhöhen Sie schon vor der Reise Ihre Kondition und Resistenz. Wir empfehlen: 4-5 Stunden pro Woche Fitness-Training; längere Läufe und Treppenlauf-Training (unser Tipp). Eine richtige Akklimatisierung, gutes theoretisches Wissen und praktische Erfahrung und tiefe Atmung und langsamer gleichmäßiger Schritt ist Voraussetzung. Bei der Bergbesteigung selbst ist es wichtig, in jedem Moment die Anweisungen des Führers zu befolgen.

 

Potentielle Gefahren in der Höhe

Mögliche Gefahren sind der geringer werdende Sauerstoffgehalt, der sinkende Luftdruck sowie die höhere UV-Einstrahlung. Bei guter Höhenanpassung sollten Sie einen normalen Ruhepuls (maximal 20 % höher als im Flachland) und normalen Appetit haben. Wichtig ist, 6-7 Liter pro Tag zu trinken, da beim Abatmen in großen Höhen viel Flüssigkeit verloren geht. Erklimmen Sie am ersten Tag nicht mehr als 1.000 Höhenmeter und an den weiteren Tagen weniger. Ab 3.000 m Höhe sollte täglich nicht mehr als 500 Höhenmeter aufgestiegen werden. Zusätzlich sollte die erste halbe Stunde eines jeden Tags betont langsamer angegangen werden. Bei einer Gipfelbesteigung müssen natürlich mehr Höhenmeter auf einmal bewältigt werden. An Ihrem Übernachtungsort sollten Sie zur Anpassung Ihres Pulses bereits am Vortag einige Höhenmeter (200-300) auf- und wieder absteigen. Am Tag der Gipfelbesteigung selbst ist auf ein langsames, gleichmäßiges Wander-/Klettertempo zu achten. 

 

Höhenkrankheit

Die sogenannte Höhenkrankheit macht sich bemerkbar durch Wasseransammlungen in der Lunge oder im Gehirn und wird deshalb auch Höhenlungenödem/Höhenhirnödem genannt. Die Ursachen dafür sind der veränderte Luftdruck- und die Sauerstoffkonzentrationsverhältnisse. Anhand folgender Symptome kann man die Höhenkrankheit frühzeitig erkennen:

  • Veränderung der Stimmungslage 
  • vermehrtes Pausieren
  • Teilnahmslosigkeit; weniger Gesprächsteilnahme
  • plötzlicher Leistungsabfall oder Trittunsicherheit
  • körperliche Beschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Sehstörungen, Halluzinationen und Atemnot 

Keine Symptome der Höhenkrankheit, sondern normale Anpassungsschwierigkeiten sind erschwerte Atmung bei Anstrengung, gelegentliche Kopfschmerzen sowie unregelmäßiger Schlaf.

Achten Sie nicht nur bei sich, sondern auch bei Ihren Mitreisenden auf Symptome und handeln Sie frühzeitig!

 

Sofortmaßnahmen

Auch eine leichte Form der Höhenkrankheit kann schnell in eine schwere Form übergehen und somit eine lebensgefährliche Situation darstellen, weshalb Maßnahmen stets zuvor getroffen werden müssen! Bei leichter Höhenkrankheit muss der Anstieg unbedingt unterbrochen und ein Ruhetag einlegt werden. Sollten die Beschwerden am nächsten Tag fortbestehen, ist der sofortige Abstieg oder Abtransport notwendig. Bei schwerer Höhenkrankheit muss der Abstieg oder Abtransport ohne Ruhetag direkt erfolgen. Zudem können Mittel wie Flaschensauerstoff, Medikamente (z. B. Aspirin oder Ibuprofen.) oder ein Überdrucksack hilfreich sein, sofern Kenntnisse über den richtigen Umgang vorhanden sind, der Abstieg kann dadurch aber nicht vermieden werden.

 

Bei Beachtung obiger Hinweise sollten keine größeren Probleme auftreten. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Gipfelbesteigung! Berg heil.

 

Foto von Bergsteigen in Ecuador

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